Baby aus dem Tal
Der "Schnullerbaum"



Lädt im Eingangsbereich der Klinik Vogelsangstraße zur Abgabe ein: Der Schnullerbaum
ein sanfter und überzeugender Weg zum Verzicht auf den Beruhigungssauger.

In der St. Anna-Klinik kommen jährlich rund 2.000 Babys auf die Welt – das Haus ist damit die größte Geburtsklinik in Nordrhein-Westfalen und auf die Betreuung und Behandlung rund um die Geburt spezialisiert. Dennoch haben gilt unsere Aufmerksamkeit auch den späteren Lebensphasen des Kindes wie überhaupt dem Familienleben. Das belegt auch ein neues "Gewächs" an der St. Anna-Klinik, der "Schnullerbaum".

Den "Schnullerbaum" könnte man den spielerischen Weg zum Verzicht auf den Beruhigungssauger nennen. Kinder, die sich (endlich) von ihrem "Nucki" trennen wollen, haben hier Gelegenheit dazu: Jede "Frucht" des Baumes ist mit einem kleinen Häkchen versehen. Hier kann der daheim nicht mehr benötigte Sauger aufgehängt werden. Und zugleich auch mit einer Karte versehen werden, die den Namen des kleinen Spenders nennt. Als Belohnung für die Gabe erhalten die Kinder ein kleines Geschenk.

Mit dem "Schnullerbaum" erhalten Eltern also die Gelegenheit, ihrem Kind den – bisweilen bitteren – Abschied vom Schnuller zu erleichtern. Denn dafür, dass Kinder diesen nicht über das dritte Lebensjahr hinaus benutzen sollten, sprechen gute Gründe:
  • fortdauerndes Lutschen am Schnuller kann zu Zahnfehlstellungen führen
  • hierdurch kann der Mund bisweilen nicht mehr richtig geschlossen werden; das Kind atmet durch den Mund
  • durch das Mundatmen erhöht sich das Kariesrisiko, weil die Mundhöhle so schneller austrocknet
  • eine stetige Mundatmung führt häufig zu Erkältungskrankheiten, da die eingeatmete Luft nicht wie bei der Nasenatmung angewärmt und angefeuchtet wird
  • durch langjährige Schnullerbenutzung kann es zu einer falschen Lage der Zunge kommen; hierdurch wird die Lautbildung, insbesondere der Zischlaute, beeinträchtigt
  • Schnullerkinder haben häufiger Mittelohrentzündungen (lt. finnischer Studie)


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